FAQ – Noch Fragen?

  • Radtheorie

  • Was ist eigentlich ein „Singlespeed“ oder „Fixie“?

    Jedes Fahrrad mit nur einem Gang ist ein Singlespeed. Das bedeutet, dass lediglich eine Übersetzung möglich ist. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts und der Einführung der ersten Schaltungen verfügten alle Fahrräder über nur einen Gang.

    Ein „fixed gear“ oder Fixie (engl. „starrer Gang“) ist eine besondere Form des Eingangrades, bei dem das Ritzel fest und ohne Freilauf mit dem Hinterrad verbaut ist. Dadurch findet eine direkte Kraftübertragung zwischen Tretkurbel und Hinterrad statt, es muss also immer getreten werden. Theoretisch ist damit auch rückwärtsfahren möglich. Durch „kontern“, also durch das Aufbringen einer gegen die Kurbelrotation gerichteten Kraft, kann die Geschwindigkeit verlangsamt oder das Fahrrad zum anhalten gebracht werden.

  • Ist das nicht ein großer Komfortverlust? Wieso sollte ich so etwas wollen?

    Besondere Situation – besonderes Fahrrad. Hier kurz und knapp die Vor- und Nachteile des Eingang- und Starrgangfahrens:

    Nachteile:

    • Weniger Komfort in Gelände mit starken Höhenunterschieden
    • Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit durch maximale Trittfrequenz

    Vorteile:

    • Geringerer Wartungsaufwand und Anschaffungspreis
    • Gewichts- und Platzersparnis
    • Schlichte Optik
    • Direktes und dynamisches Fahrgefühl auf ebener Strecke und im urbanen Bereich (speziell beim starren Gang)
  • Was sind diese „Muffen“ von denen manche immer wieder schwärmen?

    Muffen sind die Verbindungsstücke, an denen die einzelnen Stahlrohre miteinander verlötet werden. Bei diesem Verfahren ist deutlich weniger Hitze vonnöten als beim heutzutage üblichen Schweißen. Das schont das Material. Zudem haben viele Rahmenbauer die Gestaltung der Muffen zur Kunstform erhoben und einzigartige Schmuckstücke erschaffen.

  • Dein Sansui Fahrrad

  • Wieso baut ihr nur Fahrräder mit Stahlrahmen? Aluminium und Carbon sind doch viel leichter!

    Zunächst: (gute) Stahlrahmen sind in Sachen Haltbarkeit konkurrenzlos. Fast alle Rahmen haben auch nach über 30 Jahre nichts an Qualität verloren. Kleinere Schäden wie Dellen oder Kratzer schaden dem Rahmen strukturell nicht, verbogene Ausfallenden oder Streben lassen sich meist problemlos ausbessern.

    Bei Carbonrahmen bedeutet ein gröberer Unfall häufig das Ende und ein großes Loch im Geldbeutel. Auch Aluminium, das heute am häufigsten verwendete Material im Rahmenbau, hat Schwächen. So wird es heutzutage meist geschweißt, was eine starke Belastung für das Material darstellt und an den Nähten mögliche Schwachpunkte erzeugt. Zudem sind die beiden letztgenannten Materialien sehr steif, was sich auch auf den Fahrkomfort auswirkt.

    Auch wenn man es kaum glauben mag: Stahl federt und bietet deshalb im Stadtgebrauch deutlich mehr Komfort.

    Zum Gewicht: hochwertige Stahllegierungen können sehr leicht sein. Kompletträder unter acht Kilogramm sind durchaus möglich, über zehn Kilo verlässt kaum ein Rad unsere Werkstatt.

  • Wieso arbeitet ihr mit alten Rennradrahmen?

    Rennrad-Stahlrahmen in der von uns geforderten Qualität werden heutzutage aufgrund des hohen Arbeitsaufwands nur noch selten hergestellt. Dies hat zu einer massiven Preissteigerung geführt. Hersteller wie „Faggin“ oder „Cinelli“ verlangen heute fast das Fünffache des Preise als noch vor dreißig Jahren.

    Des Weiteren hegen wir eine Leidenschaft für Rahmen die eine Geschichte zu erzählen haben. Dazu gehört eine gewisse Patina, Lackierungen und Farbpräferenzen aus den letzten Jahrzehnten sowie eine kleine Schramme hier und da, die von vergangenen Abenteuern berichten.

  • Wie komme ich bei euch zu meinem Rad nach Maß?

    Entweder kommst du nach Terminabsprache bei uns im Laden vorbei und wir sprechen mit dir über deine Vorstellungen, Bedürfnisse, Fragen und dein Budget. Gemeinsam finden wir einen passenden Rahmen und deine Wunschbauteile. Dabei können wir nach Möglichkeit auch sehr spezielle Wünsche wie Lackierungen oder gar Vergoldungen (!) berücksichtigen. Zu guter Letzt bauen wir dein Fahrrad in enger Zusammenarbeit mit dir für dich auf.

    Oder, wenn dir der Weg nach Berlin zu weit ist, kannst du dir über unseren Online-Konfigurator dein Wunschrad zusammenstellen. Auch hier helfen wir dir per Mail oder Telefon gerne persönlich weiter.

  • Und was für Komponenten verwendet ihr?

    Hier können wir inzwischen auf ein großes Sortiment an Fahrradteilen unserer zahlreichen Zulieferer zurückgreifen. Komponenten von BLB, Colossi, Miche, Campagnolo, Shimano, Brooks und vielen anderen namhaften Herstellern sowie das ein oder andere Handgemachte finden sich in unserer Auswahl. Auf besonderen Wunsch machen wir uns auch immer wieder gerne auf die Suche nach Exoten.

  • Welche Rahmenhöhe benötige ich?

    Jeder Körper ist anders, deshalb ist es schwierig hier eine generelle Aussage zu treffen. Einen groben Anhaltspunkt findest du bei fahrrad.de. Gerne helfen wir dir durch die Vermessung deiner Schrittlänge bei der Suche nach der richtigen Rahmenhöhe. Durch die Kontaktpunkte Sattel und Lenker lässt sich das Rad beim abschließenden Fitting genau an dich anpassen.

  • Sind eure Räder StVo zugelassen?

    Sobald du zwei voneinander getrennt funktionierende Bremsen (ein starrer Gang zählt leider nicht dazu), eine Beleuchtung mit Ladestandanzeige ohne Blinkfunktion sowie Speichen- und Pedalreflektoren hast, bist du offiziell sicher unterwegs.